Paten
Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur

"Die UN-Kinderrechtskonvention garantiert allen Kindern dieser Welt ein Recht auf Bildung. Die stetige Verbesserung der Bildungsangebote muss daher im Mittelpunkt aller gesellschaftlichen und politischen Anstrengungen stehen. In Rheinland-Pfalz werden große Anstrengungen unternommen, die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems zu sichern und auszubauen.
Weltweit ist das Recht auf Bildung aber noch lange nicht für alle Kinder garantiert. Es ist deshalb ein zentrales Ziel der Millenniumskampagne der Vereinten Nationen und der in Mainz, Kindern durch ein gutes Bildungsangebot möglichst gute Startchancen zu verschaffen. Denn: Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit."
Doris Ahnen ist seit Dezember 2006 Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Rheinland-Pfalz. Sie wurde in Trier geboren und studierte in Mainz Politikwissenschaft. 1991 wurde sie Büroleiterin des Ministers für Wissenschaft und Weiterbildung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, 1996 dort Staatssekretärin. 2001 wurde sie zur Ministerin für Bildung, Frauen und Jugend ernannt. Mehr unter www.Doris-Ahnen.de
Bärbel Dieckmann Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe e.V.
Als Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe e.V. habe ich mich gerne bereit erklärt, als Patin für die UN-Millenniumkampagne in Rheinland-Pfalz mitzuwirken. Ich halte es für besonders wichtig, gerade in diesem Jahr das Augenmerk auf die Umsetzung der MDGs zu richten, zumal im September der große Staaten-Gipfel in New York dazu stattfinden wird.
Die Welthungerhilfe hat sich verpflichtet, einen Beitrag zu Erreichung der Millenniumsziele zu leisten. Im Jahr 2005 wählte sie 15 Dörfer oder Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika für die „Initiative Millenniumsdörfer“ aus: Fünf Jahre lang soll an diesen Orten beispielhaft gezeigt werden, wie Hunger, Armut, Krankheit oder Umweltzerstörung erfolgreich bekämpft werden können.
Von großer Bedeutung ist das Engagement der Bevölkerung und lokaler Partnerorganisationen. Es sind kleine, wichtige Schritte in der Welt von heute – gezeichnet von Ungerechtigkeit und Not – für eine Welt von morgen, in der Menschen ihre Lebensbedingungen eigenverantwortlich verbessern.
In Deutschland appellieren wir an eine breite Öffentlichkeit, die Millenniumsdörfer zu unterstützen. Dabei ist das vielfältige Engagement von Städten, Unternehmen, Vereinen, Verbänden und ehrenamtlichen Unterstützern ein wichtiges Element beim Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft. Denn erst wenn alle an einem Strang ziehen, wird es möglich, die unwürdigen Lebensbedingungen von Millionen Menschen dauerhaft zu verbessern. Diese Erfahrungen kann ich als Patin einbringen.
Welthungerhilfe - www.welthungerhilfe.de
Bärbel Dieckmann
(Jahrgang 1949) studierte Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften an der Universität Bonn. Von 1974 bis 1995 lehrte sie an einer Gesamtschule und zwei Gymnasien, zuletzt als Studiendirektorin. Von 1994 bis 2009 war sie Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn. Bärbel Dieckmann ist Mitglied der SPD und war bis 2009 im Präsidium der Partei. Seit 2009 ist sie Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Entwicklung und Frieden. Inhaltliche Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit sind Jugend-, Familien- und Bildungspolitik sowie immer stärker Umwelt- und Entwicklungspolitik. International war Bärbel Dieckmann als Exekutivpräsidentin des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE), zwischen 1999 und 2003 und zwischen 2007 und 2009 auch als Präsidentin der Deutschen Sektion des RGRE (von 2003 – 2007 Erste Vizepräsidentin) aktiv. Von 2005 bis 2009 war sie außerdem Vorsitzende des Weltbürgermeisterrates zum Klimawandel. Seit 2008 hat sie das Ehrenamt der Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe inne.
Dr. Monika Hauser, medica mondiale
Frauen sind Trägerinnen der Entwicklung. Ihr Zugang zu Bildung und ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe sind Voraussetzung für positive Veränderungen in vielen Gesellschaften. Bei der Vermeidung und Lösung von Konflikten und bei der Sicherung des Friedens haben sie eine besondere Rolle.
Weltweit ist jedoch die Gleichstellung der Geschlechter längst nicht verwirklicht. Frauen haben einen schlechteren oder gar keinen Zugang zu Bildungsangeboten, sie werden von der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe ausgeschlossen, ihre Krankheiten werden nicht behandelt und sie sterben früh. Weltweit werden vor allem in Kriegs- und Krisengebieten ungleiche Verhältnisse dazu ausgenutzt, Frauen Gewalt anzutun.
Es gehört deshalb zu den zentralen Zielen der UN-Millenniumkampagne, die Rolle der Frauen zu stärken und die Gesundheit von Frauen zu verbessern. Es ist wichtig, sich für diese Ziele einzusetzen, denn ohne gut gebildete und starke Frauen gibt es keine Entwicklung, gibt es keine gesellschaftlichen Fortschritte.
medica mondiale - www.medicamondiale.org
Dr. Monika Hauser ist Fachärztin für Gynäkologie. In den 1990er Jahren gründete sie die Frauenrechtsorganisation medica mondiale mit dem Ziel, kriegstraumatisierten Frauen medizinische und psychologische Hilfe zu leisten.
Die heute als geschäftsführendes Vorstandsmitglied tätige Monika Hauser engagiert sich im Rahmen ihrer Arbeit dafür, dass die Thematik der Kriegsvergewaltigungen gesellschaftlich enttabuisiert wird und gibt dies auch entsprechend bei diversen Seminaren an einheimische Fachfrauen weiter.
Hauser erhielt für ihren Einsatz zahlreiche renommierte Preise und Auszeichnungen, unter anderem den als Alternativer Nobelpreis bekannten Right Livelihood Award 2008.
Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Präsident der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau

„Die weltweite Armut bleibt ein Skandal“
Die Internationale Staatengemeinschaft hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis zum Jahr 2015 will sie unter anderem den Anteil der Weltbevölkerung, dessen Einkommen weniger als
1 Dollar pro Tag beträgt, halbieren. Für uns als Christen und Christinnen bleibt die weltweite Armut ein Skandal. Gemessen an dem wirtschaftlichen Reichtum in der Welt und der Menge der vorhandenen Nahrungsmittel, müsste kein Mensch unter Armut und Hunger leiden.
Zum Kern einer biblisch begründeten Ethik gehört neben der Solidarität und dem Teilen mit den Armen auch die Forderung nach Gerechtigkeit. Die Überwindung von Armut ist nicht allein eine Verteilungsfrage! Letztlich lässt sich die Armut nur nachhaltig überwinden, wenn es gelingt, auch den Handel weltweit gerecht zu gestalten und den Menschen gemessen an ihrer Arbeit ein faires Einkommen zu sichern. Gerne werbe ich daher in der Nachfolge von Prof. Dr. Peter Steinacker im Amt des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau als Pate für die UN-Milleniumsziele.
Kirchenpräsident
Dr. Volker Jung
ist Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Er wurde 1960 in Schlitz geboren und studierte Theologie von 1979-1985 in Bielefeld-Bethel, Heidelberg und Göttingen. Bis 1990 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Göttingen. 1998 promovierte er zum Doktor der Theologie. Im gleichen Jahr wurde er zusätzlich zum Pfarramt als Dekan des Dekanats Lauterbach gewählt. Am 1. Januar 2009 trat er das Amt des Kirchenpräsidenten an.






