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MITmachen beim 6. Aktionstag für die UN-Millenniumziele beim WeltBürgerFrühstück am 16.6.2012 auf dem Hauptmarkt in Trier
Der AK UN-Millennium­ziele lädt alle Organisationen und Initiativen in Rheinland-Pfalz, die sich für die Eine Welt engagieren, ein,  beim 6. Aktionstag für die UN-Millenniumziele beim WeltBürgerFrühstück in Trier am Samstag, 16. Juni 2012, 10.00 - 16.00 Uhr, mitzumachen. 
Einladungsschreiben und Anmeldebögen für die Teilnahme beim Markt der Initiativen und beim Bühnenprogramm demnächst auf dieser Webseite

Organisationen unserer Patinnen und Paten

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Schirmherrschaft – Grußworte

Grußwort des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck

Der Kampf gegen Hunger, Armut und Chancenlosigkeit in der Welt gehört zu unseren wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten im 21. Jahrhundert.

Im Jahr 2000 haben aus diesem Grund die Vereinten Nationen im Rahmen der Millenniumserklärung acht Ziele beschlossen, die bis 2015 erreicht werden sollen. Diese acht Ziele sollen weltweit die extreme Armut bekämpfen, die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten sowie elementare Menschenrechte wie Gesundheit, Grundschulbildung und Geschlechtergerechtigkeit gewährleisten. Um diese Ziele tatsächlich erreichen zu können, bedarf es aber neben verstärkter Anstrengungen aller beteiligter Staaten auch des ganz persönlichen Engagements jeder Bürgerin und jedes Bürgers.

Wir in Rheinland-Pfalz gehen dabei mit gutem Beispiel voran: Seit nunmehr über 25 Jahren besteht eine einzigartige und sehr erfolgreiche Partnerschaft unseres Landes mit dem afrikanischen Ruanda. Doch dies sollte uns nicht davon abhalten, unseren Einsatz für die Erreichung der Millenniumentwicklungsziele noch zu verstärken. Das betrifft nicht nur die Politik – genauso wichtig sind das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie die Arbeit der vielen Nichtregierungsorganisationen in Rheinland-Pfalz.

Unterschiedlichste Institutionen und Organisationen haben sich zum „Aktionskreis UN-Millenniumziele in Rheinland-Pfalz“ zusammengeschlossen, um sich für die Umsetzung der Millenniumziele einzusetzen. Dies begrüße ich ausdrücklich und habe daher auch gern die mir angetragene Schirmherrschaft für die Kampagne übernommen. Ziel der Kampagne ist es, das bereits vorhandene Engagement gegen Armut und für weltweite Partnerschaft in unserem Lande noch bekannter zu machen, über den Inhalt der UN-Millenniumziele zu informieren und für verstärkte Anstrengungen bei deren Realisierung bis zum Jahr 2015 zu werben.

Der Millenniumkampagne in Mainz wie im ganzen Land Rheinland-Pfalz wünsche ich für ihre Arbeit große Resonanz ganz im Geiste der Verantwortlichkeit aller für diese Eine Welt.


Ihr Kurt Beck
Ministerpräsident

Grußwort von Oberbürgermeister Werner Schineller anlässlich der Schirmherrschaft zum 4. Aktionstag UN – Millenniumziele

Mit der einstimmigen Verabschiedung der Millennium - Erklärung der Mitgliedstädte des Deutschen Städtetages am 30.8.2007 verpflichteten sich Stadtrat, Verwaltung und Bevölkerung in Speyer den acht Millenniumzielen, die die Vereinten Nationen im Jahr 2000 für eine bessere, sicherere und gerechtere Welt verabschiedet hatten.

Zwar sind mit der Erklärung zunächst die Regierungen der unterzeichnenden Länder aufgerufen, sich aktiv um die Erreichung der acht Ziele bis zum Jahr 2015 zu bemühen. Mit der Entscheidung des Deutschen Städtetages jedoch, diesen Aufruf auch an die Kommunen zu geben, dürfen sich diese der übertragenen Verantwortung nun nicht mehr entziehen.

Die Stadt Speyer befindet sich seit den 1950er Jahren in einem großen Städtepartnerschaftsnetzwerk, das über die rheinland- pfälzische Partnerschaft nach Ruanda und die Provinz Fujian in China mittlerweile auch einen weltumspannenden Charakter hat. Somit ist es uns nicht erst seit dem Jahr 2007 ein Anliegen, uns weltweit solidarisch zu zeigen.

Neben den offiziellen Kontakten bestehen in Speyer auch viele Einzelorganisationen, die sich mit dem Thema „Eine Welt“ schon seit mehreren Dekaden befassen, nicht zuletzt die Initiative Eine Welt e.V., Träger des Speyerer Weltladens, die erst kürzlich ihr 25jähriges Bestehen feierte.

Die Bemühungen des Freundeskreises Ruanda in Speyer sind hier beispielhaft zu nennen. Durch die direkte Partnerschaft mit dem Bezirk Rusizi konnten viele Kontakte geknüpft, Spendengelder für Schulbauten, Wasserleitungen und Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge übergeben und eine besondere Sensibilität der Bevölkerung hinsichtlich der Menschen vor Ort erreicht werden.

Eine besondere Wertschätzung erfährt hier der gerade begonnene Jugendaustausch, der für beide Seiten eine große Bereicherung darstellt und einen unschätzbaren entwicklungspolitischen Beitrag, hin zu einer gleichberechtigten Begegnung, leistet. An der bundsweiten Aktion Tagwerk sind regelmäßig Schulen in Speyer beteiligt, die ihre erarbeiteten Gelder den Partnern – ob in Ruanda oder Ghana - zur Verfügung stellen und Bericht über die sinnvolle Verwendung der Mittel erhalten.

Die Stadt Speyer steht zu ihrer Verpflichtung aus der Millennium- Erklärung heraus und deshalb freue ich mich besonders, dass der landesweite 4. Aktionstag UN- Millenniumziele am 18. September 2010 in Speyer stattfinden wird.
Die rege Beteiligung von Gruppen, Verbänden und Organisationen, sowie das bunte und ansprechende Bühnenprogramm werden den Tag nicht nur für Speyerer zu einem Erlebnis machen! Die große Anzahl engagierter lokaler Akteure aus Speyer, die am Aktionstag teilnehmen und interaktiv einladen werden, sich mit den acht Zielen auseinander zu setzen, ist dabei beachtlich. Daher wünsche ich dem Aktionskreis als Veranstalter des Aktionstages einen regen Zulauf und großes Interesse der Besucherinnen und Besucher.

So leer die kommunalen Kassen in diesen Zeiten auch sein mögen, gilt es doch, langfristig den „Blick über den Tellerrand“ nicht zu verschließen, sondern mutig auf die vielen Partner weltweit zuzugehen, sich in Solidarität zu üben, die Bürgerschaft für die Belange anderer Nationen und Bevölkerungsgruppen zu sensibilisieren und den kleinen, eigenen Beitrag eines jeden Einzelnen einzufordern, an der Bewahrung der Schöpfung mitzuwirken. Dies gelingt, wie so oft, über das große Engagement der Bürgerschaft, ohne das viele Initiativen innerhalb der Einen Welt nicht möglich wären.

Auf nach Speyer also am 18. September 2010 und hin zu einem aktiven Beitrag zur Erfüllung der UN- Millenniumziele bis 2015!


Ihr Werner Schineller

Grußwort der Schirmherrin 10. Klasse der Klosterberg-Hauptschule Cochem

Wir freuen uns, als Teilnehmer des Aktionstages der UN-Millenniumsziele hier in Mainz dabei zu sein. Wir fühlen uns geehrt, dass wir mit diesem Grußwort unser Projekt präsentieren dürfen als eine Möglichkeit, wie die Millenniumsziele erreicht werden können.

Wir, das ist die 10. Klasse der Klosterberg-Hauptschule Cochem, möchten Ihnen als Repräsentanten unserer Schule die mittlerweile jahrzehntelange Partnerschaft zu unseren Freunden in Bolivien vorstellen.

31 Jahre pflegen wir nun schon direkte Kontakte nach Bolivien, und zwar im Sinne des zweiten Entwicklungszieles der UN: Bereitstellung der Grundschulbildung für alle Kinder.
Wir haben in den ersten Jahren in Huacareta im bolivianischen Tiefland den Bau einer Schule ermöglicht und in den Folgejahren in Sopachuy die Aktion Mittagstisch unterstützt. Der Mittagstisch ermöglicht Kindern, die täglich einen sehr weiten Schulweg zurücklegen müssen, mittags eine ausgewogene Mahlzeit. Damit sind die Kinder besser in der Lage, dem Unterricht konzentriert zu folgen. Denn zu Hause ernähren sie sich oft wochenlang nur von Kartoffeln oder Mais.  Zurzeit helfen wir Kindern in Cochabamba, die einen besonderen Förderbedarf in Rechnen, Schreiben und Lesen haben.

Unsere Kontakte nach Bolivien sind eingebettet in die Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier, die in diesem Jahr ihr 50jähriges Jubiläum feiert.
Die Pfarrgemeinde St. Martin in Cochem hatte von Anfang an persönliche Kontakte nach Bolivien durch Menschen, die von Cochem aus nach Bolivien gegangen sind, um dort zu arbeiten.

Seit 1978 richtet die Hauptschule Cochem einen jährlichen Basar für Bolivien aus, der nicht nur von den Bewohnern der Stadt Cochem rege frequentiert wird, sondern auch eine Vielzahl von Touristen anzieht, die dadurch auch auf unser Ziel, das seit dem Jahr 2000 auch UN- Millenniumsziel ist, aufmerksam werden.
Schüler und Lehrer, pensionierte Lehrer, Eltern und viele Freunde des Bolivien-Basars helfen mit, diese, man kann schon sagen, Institution in Cochem über so viele Jahre erfolgreich zu veranstalten.

In den 31 Jahren haben wir mit unseren Basaren insgesamt 87.000 Euro eingenommen und dieses Geld zu 100% direkt an die Personen weitergeleitet, die die Kontaktpersonen für die konkreten Projekte sind.

Das Anliegen unseres Engagements ist Hilfe zur Selbsthilfe. Wir wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Kinder in Bolivien aufgrund ihrer Schulbildung ihr Leben selbst in die Hand nehmen können. Wir wollen nicht, wie es in einer Geschichte heißt, den Fisch schenken, sondern wir wollen, dass die Kinder das Fischen lernen.
Wir haben das große Glück, dass unsere Hilfe keine Einbahnstraße ist; denn wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit unseren Partnern in Bolivien.
Aus der ursprünglichen Hilfsaktion sind Freundschaften entstanden, es hat sich ein vielfältiges Beziehungsgeflecht entwickelt, das nicht nur das 2. UN-Millenniumsziel  „Grundschulbildung für alle Kinder“ umfasst, sondern auch weitere Ziele der Agenda beinhaltet.

Lassen Sie uns gemeinsam weiter an der Umsetzung der UN-Millenniumsziele arbeiten, dass wir die Menschen in den benachteiligten Regionen dieser Erde unsere Hand entgegenstrecken und ihnen helfen.

Denn wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, wird sich das Gesicht der Erde verändern.
Vielen Dank!

Grußwort der Schirmherrin Katharinengymnasium in Oppenheim

Das Gymnasium zu St. Katharinen Oppenheim feiert in diesem Jahr sein 450-jähriges Jubiläum. Und zu solch einem Jubiläum gibt es auch Geschenke. Wir betrachten es als ein ganz großes Geschenk, Schirmherrin des diesjährigen Milleniumstages zu sein. Dies ehrt uns, dies macht uns stolz, aber vor allen Dingen zeigt es uns, dass unsere Bemühungen zwei unterschiedliche Kulturen – nämlich die europäische und die afrikanische - unseren Schülerinnen und Schülern ein wenig näher zu bringen, Anerkennung findet.

Seit 1996 pflegen wir einen Austausch mit dem Senegal speziell mit dem Lycee Notre Dame in Dakar. Dies ist kein Sprachenaustausch, sondern ein Austausch der Kulturen. Unsere Schülerinnen und Schüler wohnen in den afrikanischen Familien und lernen deren Lebensweise kennen. Dadurch werden die jungen Menschen sensibilisiert für die Probleme der 3. Welt und dies geht am besten über persönliche Kontakte, das direkte Erlebnis in den Familien. Das Erleben einer anderen Kultur trägt dann Früchte, wenn die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen in unserer Schulgemeinschaft und im Eltern- und Bekanntenkreis weitergeben. Folge dieses Austausches ist, dass sich bereits eine Reihe von Schülerinnen unserer Schule nach dem Abitur als Entwicklungshelfer in Afrika engagiert haben.

Umgekehrt ermöglicht unsere Schule den senegalesischen Schülerinnen und Schülern und deren Lehrern das Leben in Deutschland speziell in Oppenheim kennenzulernen. Durch großzügige Spenden von Lehrern, Eltern und dem Förderverein unserer Schule können auch Jugendliche aus ärmeren Familien am Austausch teilnehmen. Wir legen damit einen ideellen Grundstock zur langfristigen Verwirklung der Milleniumsziele im Bildungsbereich. Verantwortlich für diesen Kulturaustausch ist Herr StD Müller.

In diesem Jahr haben wir erstmals am Rucksackprojekt, organisiert von Marys Meal teilgenommen. Die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe spendeten für Kinder aus Afrika ihre alten, gut erhaltenen Schulranzen und Rucksäcke und packten sie mit Kleidung, Materialien für die Schule und Hygieneartikel wie z. B. Zahnbürsten; insgesamt spendeten wir 133 Rucksäcke.

Den Kontakt in den Senegal hat unser ehemaliger Lehrer, Herr Studiendirektor Wucherer hergestellt.